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TIPP Dr. Claudia Abel

Resilienz gezielt stärken: auf Organisations-, Führungs- und Mitarbeiterebene

In Zeiten geopolitischer Spannungen und globaler Umbrüche ist Resilienz wichtiger denn je. Darüberhinaus erhöhen disruptive Technologien wie KI trotz aller Chancen auch die Unsicherheit. Und das gilt gleichermaßen für Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende. Umso wichtiger ist es, Resilienz bewusst aufzubauen.

Resiliente Organisationen

Unternehmen, die resilient sind, können sich anpassen und unter Druck handlungsfähig bleiben, ein wichtiger Wettbewerbsvorteil in volatilen Zeiten. Denn resiliente Organisationen setzen auf Lernen statt Schuldzuweisung, kommunizieren transparent und bleiben auch in schwierigen Phasen ihren Werten treu.

So stärken Organisationen Resilienz:

  • Zukunftsfähigkeit als strategische Priorität verankern.
  • Anpassungsfähige Strukturen und Prozesse schaffen.
  • Feedback- und Lernkultur fördern, statt Fehler zu sanktionieren.
  • Kommunikation klären: Ziele, Prioritäten und Entscheidungswege sichtbar machen.

Resiliente Führung

Führungskräfte müssen nicht alle Antworten kennen, aber ihre Haltung und ihr Verhalten sind entscheidend: Ruhe bewahren, Klarheit schaffen, konsequent bleiben. So geben resiliente Leader psychologische Sicherheit, sie bleiben in Beziehung mit ihren Teams und nutzen Rückschläge als Lernchancen.

So praktizieren Führungskräfte Resilienz:

  • Regelmäßig reflektieren.
  • Austausch mit Peers suchen, um Perspektiven zu teilen und zu erweitern.
  • Gesunde Grenzen setzen und so ein Vorbild für Performance sein, die nachhaltig ist.

 Resilienz im Arbeitsalltag

Steigender Druck, Fachkräftemangel und Transformation fordern individuelle Resilienz von jedem Mitarbeitenden. Somit muss das Ziel sein, trotz externer Stressoren motiviert, fokussiert und mental stark zu bleiben.

Wie Mitarbeitende in Balance bleiben können:

  • Auf den eigenen Einflussbereich konzentrieren, nicht auf Unkontrollierbares.
  • Sinn im eigenen Tun klären und bewusst machen.
  • Unterstützungsnetzwerke aktiv nutzen.
  • Nicht nur „durchhalten“, sondern gezielt regenerieren. Dabei wirken schon kleine Gewohnheiten wie kurze Pausen, ein Spaziergang in der Mittagspause und weniger Multitasking.

Was alle beitragen können:

Resilienz ist auch Arbeit an der Unternehmenskultur. Und unabhängig von ihrer Rolle kann dabei jede Person mitgestalten:

  • Auch kleine Erfolge sichtbar machen.
  • Über Stress sprechen (und es so enttabuisieren).
  • Offenheit und Feedback fördern.
  • Aus Rückschlägen lernen.
  • Wohlbefinden unterstützen (das eigene ebenso wie das der Kolleg:innen).

Fazit

Für Resilienz braucht es keine besondere „Begabung“, sie ist grundsätzlich für jeden erlernbar. Wählen Sie dabei jedoch Ansätze, die zu Ihnen und Ihrem Organisationsumfeld passen und setzen sie die Maßnahmen dann pragmatisch, aber konsequent im Alltag um. Der Erfolg liegt auf der Hand: Mehr Motivation, Leistung und Wettbewerbsfähigkeit durch bessere Resilienz, die damit zur Kernkompetenz wird – gerade in herausfordernden Zeiten.